Hockey Nachrichten

Positive Signale von Stadt und Freistaat

Beim Münchner SC soll ein Leistungszentrum für Hockey und Tischtennis entstehen

An der Stelle der seit 14 Jahren wegen Einsturzgefahr gesperrten Hockey-Halle soll ein Leistungszentrum für Hockey und Tischtennis entstehen. Foto: Hanna Ommert

 

2016 war es, als der Münchner Stadtrat nach zehn Jahren der Planung das Hockey-Leistungszentrum auf dem Gelände des Münchner SC überraschend verworfen hatte. Fast vier Jahre danach gibt es jetzt wieder neue Hoffnung, dass an der Stelle der seit 2006 wegen Einsturzgefahr gesperrten Hans-Fleitmann-Halle im Norden der Stadt ein Hockeyzentrum entstehen kann. Vor wenigen Wochen wurde der fast 100-seitige Förderantrag im Bayerischen Staatsministerium des Inneren, für Sport und Integration abgegeben.

 

Der Antrag trägt neben der Unterschrift des Bayerischen Hockey-Verbandes diesmal auch die Unterschrift des Bayerischen Tischtennis-Verbandes (BTV). Schon bis 2016 war der BTV als Untermieter in dem Hockey- und Tischtennis-Zentrum vorgesehen. Tischtennis und Hockey haben mehrere Gemeinsamkeiten. Beide stehen nicht groß im Fokus der Öffentlichkeit, bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften zeigen sich beide aber regelmäßig sehr erfolgreich. Beiden fehlt eine Sportstätte, um ihren Status als Bundesstützpunkt nicht zu verlieren.

 

Geplant sind in dem Gemeinschaftsprojekt auf dem Gelände des Münchner SC eine Zweifachhalle für Tischtennis und eine Dreifachhalle für Hockey mit bis zu 200 Zuschauern. Die Baukosten für die Hallen sind auf zehn bis zwölf Millionen Euro veranschlagt. Neben ihren Eigenleistungen würden die beiden Verbände mit dem Münchner SC gemeinsam den Betrieb über eine gemeinnützige GmbH sichern, ohne öffentliche Kostenbeteiligung.

 

Harry Schenavsky, Präsident des Bayerischen Hockey-Verbandes, ist optimistisch, dass es diesmal
klappt. Die Signale aus der Stadt und vom Freistaat seien positiv. Die Halle sei sehr wichtig, um am traditionsreichen Hockeystandort München auch künftig Spitzenhockey spielen zu können, so Schenavsky. Nicht nur der Bundesligist Münchner SC, auf dessen Gelände die Halle entsteht, würde profitieren. Auch die anderen Münchner Hockeyvereine könnten sie für Training und Spiele zu den üblichen Gebühren nutzen. Letztlich würden der gesamte Münchner Sport und die örtliche Eliteschule des Sports von der zusätzlichen Sportstätte profitieren. Von einer „Win-Win-Win-Win-Situation“ bei der Verwirklichung des Gemeinschaftsprojektes spricht BTV-Geschäftsführer Carsten Matthias.

 

Tischtennis und Hockey blicken hoffnungsfroh nach vorne. Spannend bleibt aktuell aber die Frage, wie sich die Corona-Krise auf das Projekt auswirkt. Bei einem Bundesleistungszentrum braucht es die Förderung von Bundesebene, Land und kommunaler Ebene. „Alles bedingt sich gegenseitig“, betont Schenavsky.
 

 
14. Juli 2020
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