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Ausreichend Mannschaftstraining vor dem Rundenstart ist versprochen

Der Süddeutsche Hockey-Verband geht mit unveränderter Vorstandschaft in die nächsten beiden Jahre. Hoffnung auf Beendigung der Regionalligarunden bis zum Sommer.

 

Die Corona-Pandemie war erwartungsgemäß ein Hauptthema des ordentlichen Verbandstags des Süddeutschen Hockey-Verbands (SHV), der statt in Ludwigsburg im Zoom-Format ausgetragen wurde. Fazit: Wegen der aktuell sehr unterschiedlichen Bestimmungen in den einzelnen Bundesländern lässt sich derzeit ein Regionalliga-Spielbetrieb noch nicht richtig planen. Während Baden-Württemberg – Stand: 20. März - die 1. und 2. Regionalligen als „Spitzensport“ einstuft und damit Mannschaftstraining und Spielbetrieb erlaubt, gestatten Hessen und Rheinland-Pfalz das Gleiche nur bis zu den 1. Regionalligen. In Bayern bleiben hingegen alle Mannschaftssportarten unterhalb der 2. Bundesliga – außer Fußball - weiter gesperrt.

 

Im SHV hofft man dennoch, die im Herbst 2019 begonnene Runde bis zu den Sommerferien beenden zu können. Durch eine günstige Ferienkonstellation ist in diesem Jahr Regionalliga-Spielbetrieb bis mindestens zum 17./18. Juli möglich. Die Ansetzungen im Damenbereich werden auch erleichtet, weil der Verbandstag dem Antrag des HC Ludwigburg zustimmte und für diese Feldsaison genehmigte, dass alle aufstiegsberechtigten Damen-Oberliga-Meister ohne Relegation in die Regionalligen aufsteigen dürfen. Verbunden ist das natürlich in den kommenden Jahren mit „verschärftem Abstieg“ aus den Regionalligen, bis wieder die normale Teilnehmerzahl erreicht ist.

 

Angesichts von erheblichen Unterschieden beim Beginn des Mannschaftstrainings in den einzelnen Bundesländern wurden Ängste vor „Wettbewerbsverzerrung“ und „fehlender Chancengleichheit“ geäußert. SHV-Vorstand Daniel Leunig sicherte allen Regionalliga-Mannschaften zu, mindestens 20 Tage Mannschaftstraining vor dem ersten Punktspiel zu haben Leunig: „Wenn es sich nur irgendwie machen lässt, werden wir das sogar auf vier Wochen ausdehnen.“

 

 

Damen: Auf- und Abstieg muss vor Saison 2022/23 neu geregelt werden

 

Auch die für die Hallensaison 2022/23 geplante Einführung der 2. Bundesliga Damen wirft bereits ihre Schatten voraus. Um die Durchführung der Saison 2021/22 festzulegen (Relegationsspiele? Saison ohne Absteiger?) vereinbarten die Landesverbände bereits bis zum 11. April 2021 die Wünsche in ihrem Bereich zusammentragen, um sie dann bis Ende April 2021 zu einem verbindlichen SHV-Konzept zu verabschieden.

 

Die komplette SHV-Vorstandschaft wurde unverändert in ihre Ämter gewählt:

  • Vorsitzender Frank Lederbach (Mannheimer HC / Foto),
  • stellvertretender Vorsitzender und Vorstand Sport Daniel Leunig (TEC Darmstadt),
  • Vorstand Damen Manuela Wenk (CaM Nürnberg),
  • Vorstand Schiedsrichter Daniel Gruss (HC Ludwigsburg),
  • Vorstand Finanzen Roland Mathias (HTC Würzburg).
  • Vorstand Jugend Iris Moog (Hanauer THC) wurde von der Versammlung bestätigt.

 

 

Lederbachs Dank an die ehrenamtlichen SHV-Verantwortlichen

 

In seinem Bericht dankte Lederbach, allen ehrenamtlichen SHV-Verantwortlichen, dass sie „im so nicht vorhersehbaren und nicht vorstellbaren Jahr 2020 weiter ihre Arbeit gemacht und Ruhe bewahrt haben“. Mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs, den Auswirkungen der Bundesligareform und der Gründung der 2. Damen-Bundesliga in der Halle stünden in der neuen Amtszeit besonders große Aufgaben bevor. Daniel Leunig und Manuela Wenk sahen sich im Rückblick bestätigt, im Herbst 2020 die möglichen Spiele angesetzten zu haben, weil auf dieser Weise – bis auf ein Damenspiel – in allen Ligen die Vorrunde beendet werden konnte. Daniel Gruss zeigte sich erfreut, dass der SHV in den aktuellen Schiedsrichter-Arbeitsgruppen auf DHB-Ebene gut vertreten ist. Lob gab es für Vorstand Jugend Iris Moog, die es geschafft habe, unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bringen. Die Ausrichter der ausgefallenen SHV-Hallen-Jugendmeisterschaften 2020/21 werden in die Saison 2021/22 übernommen.

 

Einstimmige Entlastung für die Jahre 2019 und 2020 bekam der SHV-Vorstand Finanzen Roland Mathias für seine Kassenberichte. Er kündigte an, dass entrichtete Mannschaftsbeiträge für die in der Hallensaison 2020/21 ausgefallene Ligen an die Vereine zurückerstattet werden.

 

 

Staffelleiter und Zuständiger Ausschuss bestätigt

 

Bestätigt wurden auch die SHV-Staffelleiter: 1. Regionalligen Manuela Wenk, 2. Regionalligen Stephan Köhler (West-Gruppen, HC Wacker München) und Adrian Tabacki (Ost-Gruppen, VfR Grünstadt), weibliche Jugend Iris Moog, männliche Jugend Justus Müller (SC SaFo Frankfurt).

 

In ihrem Ämtern verbleiben auch die Mitglieder des Zuständigen Ausschusses Daniel Leunig, Daniel Gruss, Jörg Schiller (Hessen, SC 1880 Frankfurt), Roland Mathias (Bayern, HTC Würzburg), Friedrich K. Dietrich (Rheinland-Pfalz/Saar, VfL Bad Kreuznach) und Joachim Schäfer (Baden-Württemberg/HC Ludwigsburg) sowie die Kassenprüfer Andreas Hatz (Vorwärts Frankfurt) und Robert Menschick (HTC Würzburg).

 

Nils Vossebein (HTC Neunkirchen) übernimmt die Aufgabe des im letzten Jahr verstorbenen SHV-Webmasters Jürgen Mathes.

 

Der nächste ordentliche Verbandstag des Süddeutschen Hockey-Verbandes soll am 18. März 2023 in Ludwigburg stattfinden.
 

 
13. April 2021
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